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Intonation bei billigem Thomann-Dulcimer verbessern
#1

Wie bereits woanders geschrieben habe ich ein kaum gespieltes, mehrere Jahre altes laminiertes Thomann Dulcimer erworben. Einfach um auszuprobieren wie mir das Spielen Spaß macht. 30 € für ein Instrument inklusive Tasche, Ersatzsaiten und einem Dulcimer Lehrbuch (leider für DAA) waren auch noch dabei.

Leider stellte ich fest dass die Intonation nicht so besonders ist. Klar, you get what you pay for. 
Durch das Herunterfeilen der Stegeinlage hat sich nicht nur die Saitenlage verbessert, auch die Intonation im Sinne der Bundreinheit hat sich etwas verbessert. Aber nicht genug. 

Durch Ausprobieren habe ich nun festgestellt dass das "Griffbrett" am Sattel eine Kleinigkeit zu lang ist. Die Intonationsprobleme beginnen bereits wenn man im 1. Bund greift.

Zum Test habe ich direkt hinter den Sattel eine Stecknadel unter die Saite geklemmt, siehe Foto. Tata, dadurch ist die Bundreinheit plötzlich perfekt!  Smile
Mal schauen was ich mache. Wenn ich den Sattel ohne dass er kaputtgeht leicht entfernen kann, feile ich an der Stelle wo er anliegt am "Griffbrett" eine Kleinigkeit weg, so viel dass es passt. Ansonsten die einfache Lösung, ich suche ein Stück Draht, z.B. eine Nadel, die lange genug ist dass ich alle Saiten unterlegen kann.

Ansonsten macht mir das Spielen mit dem für mich neuen Instrument Spaß. Wenn ich dabei bleibe beschaffe ich mir bestimmt mal etwas besseres. Ich träme schon von eigenen Arrangements wie ich sie auch für Ukulele hin und wieder mit MusesCore mache. Mal schauen, man verzettelt sich halt gern wenn man mehrere Instrumente spielt. 😅


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#2

Wenn schon die Wenigkeit einer Stecknadel (Gute Idee, aber unter alle Saiten!) reicht, würde ich zunächst mal spielen. Und dabei D und a-Saite als ungegriffener Bordun. Und dann mal hören, wie das klingt, beziehungsweise ab die Töne der Melodiesaiten zum Bordun passen und "bundrein" klingen. Stichwort hier aber klingen! Je nach Stimmung der Bordune müssten die Bünde nämlich leicht verschoben werden, damit es wieder passt. Der musiktheoretische Begriff fällt mir gerade nicht ein, irgendwas mit temperierter Stimmung oder so ähnlich... Sogar die Qualität/Dicke der Saiten kann die Bundreinheit zunichtemachen.

Ich habe bei meinem Dulcimer den Steg so modifiziert, dass er kompensiert ist, siehe Bild    

...und du könntest die Bundabstände nochmal überprüfen. Stewart McDonald hat einen Fretcalculator.
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#3

Die Stecknadel war nur zum Testen. Wobei die Saitenlage der mittleren Saite etwas höher ist als die der tiefen D Saite. Was meines Wissens bei Saiteninstrumenten eher anders herum sein sollte. Das Blöde ist dass die Bundreinheit bei den dünnen D Saiten fast passt, bei den dickeren Saiten aber größer ist, ca 1-2 Striche auf meinem Stimmgerät, d.h. die Töne sind höher als sie sein sollten. Da diese Differenz aber gleichmäßig über das ganze Griffbrett verläuft kam ich auf den Gedanken dass der Abstand des Sattels zum ersten Bundstäbchen nicht genau passt. Die Abstände der Bundstäbchen untereinander sollten passen. Die Bundunreinheit merke ich besonders wenn ich auf verschiedenen Saiten so greife dass sie einen gleich hohen Ton habe müssten und die 2 Saiten dann klanglich so weit auseinander sind dass es sich nicht mehr schön anhört. Ich könnte natürlich auch die Saiten so stimmen dass sie sich gegriffen sauber anhören, aber dann passte es bei offen gespielten Saiten nicht mehr.

Nunja, vielleicht ist es tatsächlich besser vorläufig nichts dauerhaft zu ändern. Bei den Sachen die ich momentan spiele stört mich die Unreinheit noch nicht sehr. Vielleicht macht es Sinn auch mal andere Saiten auszuprobieren. Momentan ist der Dulcimer Satz von d'Addario drauf. Kann sein dass ich in meiner Saitenkiste vielleicht noch übrige Saiten in einer geeigneten Stärke habe.

Deine Kompensation am Steg gefällt mir, gute Idee.
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#4

Wenn die Bundreinheit bei der hohen, dünnen Saite passt, liegt´s wohl doch an der vermutlich fehlenden Kompensation für die dickere, umsponnene Saite. Der Steg müsste also leicht schräg stehen. Ist bei Dulcimern aber oft gerade - habe ich dadurch ausgeglichen, dass ich eine kleine Ecke für die Basssaite aus dem Steg rausgefeilt habe. siehe Bild..
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#5

(03.01.2026, 16:10)Luigi schrieb:  Wenn die Bundreinheit bei der hohen, dünnen Saite passt, liegt´s wohl doch an der vermutlich fehlenden Kompensation für die dickere, umsponnene Saite. Der Steg müsste also leicht schräg stehen. Ist bei Dulcimern aber oft  gerade - habe ich dadurch ausgeglichen, dass ich eine kleine Ecke für die Basssaite aus dem Steg rausgefeilt habe. siehe Bild..

Ich vermute dass ich tatsächlich am Sattel etwas verändern müsste weil ja das Verhältnis der Bundbreite des 1. Bundes zu den folgenden Bunden zumindest bei den tiefen Saiten nicht stimmt. Das würde sich bei einer Kompensation des Stegs ja nicht ändern. Ich hoffe da keinen Denkfehler zu haben.
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